Der Bachelorstudiengang an der TH Köln

Studieren mit Behinderung

Andrea studiert Online-Redakteur im 5. Semester

Wenn Andrea an den Moment zurückdenkt, in dem sie die TH Köln zum ersten Mal gesehen hat, muss sie lachen. „Ich habe nur die riesige Treppe vor dem Haupteingang gesehen und gedacht: Wenn es vorne schon so aussieht, wie soll ich mit meinem Rolli dann im Gebäude zurechtkommen?“ Eine Sorge, die ihr Kommilitonen aus einem höheren Semester zum Glück gleich nehmen können.

Sie zeigen ihr den Nebeneingang Nord, über den man problemlos ohne Stufen in das Gebäude an der Claudiusstraße hineinkommt. Auch weitere bauliche Vorzüge des Campus Südstadt werden schnell sichtbar. Geräumige Fahrstühle, die einem sämtliche Stockwerke sogar vorsprechen, bringen einen so gut wie überall hin. Bis auf einen Raum, den Andrea in fast zwei Jahren noch nicht gebraucht hat, sind alle Räume barrierefrei zugänglich. Aber genau so soll es ja auch sein.

Recht auf Ausbildung oder Studium

Seitdem die Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen in Deutschland in Kraft getreten ist, haben Behinderte oder chronisch kranke Menschen das Recht auf eine Schulbildung, Ausbildung oder ein Studium im Rahmen ihrer Möglichkeiten. Oftmals sind diese Dinge aber nicht so einfach zu realisieren, denn bauliche oder soziale Probleme verhindern noch immer die einfache Aufnahme einer Weiterbildung. An der TH Köln dagegen war nichts ein Problem.

TH Köln macht alles möglich

Technische Hilfsmittel, durch die gute Ausstattung an der TH Köln vorhanden, gehören längst zum Alltag der chronisch erkrankten Studierenden. Dank einem Sehbehinderten, der schon vor Andrea Student am Campus in der Südstadt war, steht im Weblabor beispielsweise ein externer Bildschirm bereit, der problemlos mit dem Laptop des Dozenten verbunden werden kann. Für Andrea eine echte Erleichterung beim Verfolgen der Lehrveranstaltungen.

Viele Nachteilsausgleiche sorgen für Gerechtigkeit

Bei der Studienplatzvergabe bevorzugt zu werden, Wartesemester zugesprochen zu bekommen, technische Hilfsmittel zu erhalten oder eine Begleitperson in der Hochschule dabei zu haben, sind für chronisch Kranke wichtig. Nachteilsausgleiche oder die Hochschulhilfe eines Sozialhilfeträgers machen es möglich. Man muss nur wissen, wo man Hilfe bekommt.

„Ich habe mich damals direkt an der TH Köln beraten lassen“, erzählt Andrea. „Und ich kann wirklich sagen: Diese Hochschule macht keine Probleme. Im Gegenteil. Wann immer es geht, werden Probleme beseitigt. Das ist schon richtig klasse.“

 

2% der Studienplätze für einen Studiengang werden für besondere Härtefälle freigehalten. Das können beispielsweise Behinderungen mit der Tendenz zur Verschlimmerung sein. In jedem Fall muss aber ein fachärztliches Gutachten vorgelegt werden. Studieninteressierte der TH Köln können in einem solchen Fall einen Härteanfallantrag stellen.

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