Arbeitsplatz im Sparprogramm

Wer sich für ein selbstständiges Arbeitsverhältnis entschieden hat, hofft neue Freiheiten zu gewinnen, eigene Ziele zu verwirklichen und natürlich auch eine Menge Geld zu verdienen. Das dies zunächst aber auch mit Kosten verbunden ist, wird oft unterschätzt.

Zu den typischen Anschaffungskosten gehören beispielsweise: Ein Netzwerk muss installiert, die Telefonanlage eingerichtet und Computer müssen angeschafft werden. Außerdem sollte sich spätestens mit den ersten Aufträgen jeder von seiner raubkopierten Software verabschiedet haben. Denn manche Softwarehersteller versehen beispielsweise Grafiken mit Signaturen, durch die es möglich ist zurückzuverfolgen, mit welchem Programm eine Grafik erstellt wurde und ob es eine gültigen Lizenz besitzt.

Wer das Risiko einer Abmahnung nicht eingehen will, muss sich die benötigten Tools auf legalen Weg beschaffen. Das kann ganz schön teuer werden, Microsoft Office 2007 kostet beispielsweise 480 Euro. Dabei gibt es inzwischen eine Reihe ausgereifter und professioneller Alternativen zu teurer Bezahlsoftware mit denen sich bares Geld sparen lässt.

Die Tatsache, dass freie Software umsonst ist, bedeutet im Rückschluss nicht, dass sie unausgereift ist oder man auf Funktionen verzichten muss. Oft sind die freien Tools den proprietären Programmen sogar eine Nasenspitze voraus, wenn es um Flexibilität und Nachhaltigkeit geht.

 Von proprietärer Software spricht man, wenn der Programmcode nicht zur Modifizierung oder Weiterverarbeitung zur Verfügung steht. Der Vorteil dieser „Offenlegung“ bei freier Software ist, dass Updates und Erweiterungen von den meist großen Entwicklergemeinden kostenlos ins Netz gestellt werden können, um die Programme möglichst benutzerfreundlich und aktuell zu halten. Dies gibt den Nutzern ein Stück Unabhängigkeit gegenüber den großen Konzernen zurück, da nicht bei jeder neuen Version erneut ins Portemonnaie gegriffen werden muss.

 

Selbstständige Publizisten und Künstler können einen ähnlichen Schutz wie Angestellte durch die Künstlersozialversicherung (KSK) erhalten. mehr...