Die Nord-Süd-Stadtbahn

Der Chlodwigplatz: Eine Baustelle

Köln bekommt eine neue Straßenbahn, die Nord-Süd-Stadtbahn. Laut der Kölner Verkehrs-Betriebe AG (KVB) soll die Stadtbahn eine Lücke im Schienennetz des öffentlichen Personennahverkehrs schließen. Damit sich die Lücke schließt, müssen die Kölner Bürger einige Großbaustellen und Verkehrsbehinderungen in Kauf nehmen. Nicht zu vergessen den schiefen Kirchturm von Sankt Johann Baptist, der das Resultat von unterirdischen Bohrungsarbeiten ist.

Die neue Stadtbahn wird die südlichen Stadtteile mit der Innenstadt und dem Hauptbahnhof verbinden.

Die geplante Strecke verläuft unterirdisch vom Breslauer Platz beim Hauptbahnhof über Philharmonie, Alter Markt, Heumarkt, Waidmarkt, Severinstraße, Bonner Straße bis hin zur Marktstraße im Stadtteil Köln-Raderberg. Von dort aus soll die Stadtbahn dann oberirdisch weitergeführt werden.

Um die Bürger, die am geplanten Streckenverlauf wohnen, nicht zu sehr zu belasten, werden die Bauarbeiten größtenteils unterirdisch mit riesigen Bohrern durchgeführt. Diese arbeiten sich im so genannten Schildvortrieb unter der Straße her. Trotz anwohnerfreundlicher Bauweise wird das Kölner Stadtbild durch die vielen Baustellen nicht gerade verschönert. Der Chlodwigplatz besteht nur noch aus einer riesigen Baustelle. Bagger, Absperrungen und andere Baustellenfahrzeuge versperren die Sicht auf das alte Severinstor. Besonders die Bewohner der Bonner Straße sind betroffen. Durch die Behinderungen, die bei den Bauarbeiten entstehen, ist der Straßenverkehr beeinträchtigt. Um vom Chlodwigplatz zum Bonner Verteilerkreis zu gelangen müssen die Autofahrer eine längere Fahrzeit einplanen.

Viele Straßen bleiben vorerst durch Baustellen entstellt, bis die Nord-Süd-Stadtbahn voraussichtlich im Jahr 2010 in Betrieb genommen werden kann.

Maren Richter

Links

www.nord-sued-stadtbahn.de - Informationen zur neuen Stadtbahn