"Nasche Jan!" heißt "Guten Appetit!"

Kuschelecke im Kabul

"Zwischen Persien, Tadschikistan, Usbekistan, Turkmenistan, China und Pakistan, auf dem indischen Subkontinent liegt Afghanistan. Ein Land mit einer jahrtausendlangen Kultur, Tradition und orientalischer Prägung. Klare Seen auf den Hochebenen, Wüstenlandschaften und die roten Felsen Banijantals gehören zum Bild Afghanistans. Lassen Sie sich von uns entführen in die Düfte bunter Märkte!" Mit diesem Begrüßungstext wird man auf der in Samt eingeschlagenen und mit orientalischem Muster versehenen Speisekarte im Restaurant Kabul begrüßt. Vom Chlodwigplatz in die Merowinger und dann die erste Straße links, in der Kölner Südstadt, liegt das einzige afghanische Restaurant in ganz Köln. Etwas versteckt gelegen lässt man sich hier von guter Küche, orientalischer Musik und dem freundlichen Restaurantbesitzer Suleiman in den fernen Osten entführen.

Etwas versteckt, doch die Suche lohnt sich

Trotz seiner Lage ist das Restaurant relativ gut besucht. "Es könnte noch besser laufen!", bemerkt Suleiman, "aber wir haben erst seit Mitte September geöffnet und jedes gute Restaurant braucht eine gewisse Anlaufzeit!" Auf dem Boden liegen Teppiche, auf den Tischen Bastunterlagen und an den Wänden hängen kleine verzierte Lampen wie aus "1001 Nacht". Ganz traditionell kann man auch in der afghanischen Sitzecke Platz nehmen. Dort sind Kissen auf dem Boden ausgebreitet und an den Seiten stehen Wasserpfeifen. Natürlich gibt es im Familienbetrieb Kabul nur afghanische Spezialitäten, die jedoch den Geldbeutel keineswegs überlasten. Suleiman hilft gerne bei der Auswahl der Speisen, erzählt von seinen Lieblingsgerichten und sinniert über die Unterschiede zur europäischen Küche. Beim Servieren klärt er seine Gäste über Zusammensetzung der Speisen und ihre Entstehung auf. Die Auswahl fällt deshalb nicht sehr schwer, auch wenn man zu Beginn des Besuches von Dal-Tschalau, Kabuli, Aschak oder Golab überhaupt keine Ahnung hatte. Immerhin kann man zwischen elf verschiedenen Nationalgerichten wählen. Zusätzlich gibt es eine große Auswahl an Vorspeisen und Desserts. Die Portionen sind groß und sehr lecker. Besonders wenn man scharfes Essen bevorzugt. Natürlich würzen die Köche nach Absprache mit den Gästen in den Kategorien normal, mittelscharf und scharf. Also auch Menschen mit europäischen Geschmacksnerven können hier unbesorgt zubeißen. Nach dem Essen wird zum Abschluss des Abends ein Kawa-Tee serviert. Ein süßes Getränk aus grünem Tee, das unter anderem mit Safran und Zimt gewürzt wird. Auch die angebotenen Cocktails, wie zum Beispiel der Hauscocktail "Sex in the Orient" sind zu empfehlen. Mit vollem Magen und ohne finanzielle Gewissensbisse kann man sich nun gemütlich auf den Weg nach Hause machen.

Rebecca Goerke

Restaurant Kabul
Elsaßstr. 32
50667 Köln
Tel.: 0221-9311139
www.restaurant-kabul.de

Öffnungszeiten
Mo-Fr 18.30 - 22.30 Uhr
Fr-Sa  18.30 - 23.00 Uhr
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