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Die Severinstorburg

Die Severinstorburg am Chlodwigplatz

Die "Vringspooz", wie die Severinstorburg von vielen Kölnern genannt wird, wurde im Jahr 1200 als Teil der mittelalterlichen Stadtmauer Kölns fertiggestellt und ist heute eine der drei noch bestehenden Torburgen Kölns (Severinstor, Hahnentor und Eigelsteintor). Sie liegt am nördlichen Rand des Chlodwigplatzes, ist 28 Meter hoch und die Außenmauern sind im Durchschnitt vier Meter dick. Heute wird sie für private Feierlichkeiten und als Bürgerzentrum genutzt.

Im Mittelalter lag gleich neben der Severinstorburg die Backstube der Familie Schmitz. "Schmitz Backes" spielte nach der historischen Überlieferung im Kölner Strafvollzug eine wichtige Rolle: Die Gefangenen wurden aus dem Gefängnis heraus durch ein Menschenspalier über die heutige Severinstraße getrieben. Die Menschen am Straßenrand schlugen mit Knüppeln auf die sie ein. Wer die Knüppelschläge überlebte und bis zum "Schmitz Backes" kam, war frei und konnte durch das Severinstor schnell die Stadt verlassen. Das Kölsche Sprichwort: "Do bes och noch nit an Schmitz Backes vorbei" (Du bist auch noch nicht am Schmitz Backes vorbei) gründet auf dieser Geschichte. Die Stadt nutzte das Tor im Mittelalter vor allem zu repräsentativen Zwecken und empfing dort Prinzen und Könige, die mit Reitturnieren und Minnespielen gefeiert wurden.

Sarah-Simone Kramp