
mioke.de ist der Internetauftritt der Künstlerin Moki aus Hamburg. Die 24 Jahre junge Frau verbindet dort ihre Kunst mit den technischen Möglichkeiten des Internets und erschafft so eine äußerst sehenswerte und ansprechende Seite. Wer mioke.de besucht, begibt sich auf eine sinnesanregende und unterhaltsame Reise.
Verspielt und erfindungsreich kommt die Site daher. Gleich einer Kunstausstellung präsentiert sie die unterschiedlichsten Werke aus dem breiten Fundus der Künstlerin und bietet doch mehr als nur ein bloßes Betrachten der Bilder und Werke. Die Verschmelzung von traditioneller Kunst mit den technischen Möglichkeiten des Internets hat einen äußerst ansprechenden und gelungenen Internetauftritt erschaffen, der vor allem durch seine Kreativität und ästhetische Aufbereitung glänzt. Gleichzeitig stellt die gewählte Darstellungsform auch einen Anspruch an den User: die Inhalte lassen sich nicht sofort erschließen, sondern müssen vom User erarbeitet werden.
Über eine verlinkte Zeichnung auf der Startseite gelangt man auf die eigentlichen Inhalte. Diese verbergen sich allerdings auf den ersten Blick. Die weiterführenden, internen Links befinden sich innerhalb einer Urwald-Collage und werden beim Mouseover nach und nach gefunden. Wem das zu unbequem ist, klickt die Version 4.1 an, die einfacher gestaltet ist und die Links in Kategorien ordnet.
Im rastlosen, schnelllebigen Internetzeitalter wird mioke.de somit gleichzeitig zum Plädoyer für die Langsamkeit und den Müßiggang. Nur wer sich Zeit nimmt und stöbert, wird die ganze Dimension und den Charme von mioke.de erfahren. Dem Bereich Kunst wurde in der Kategorie Unterhaltung und Kultur des GOA bisher noch keine Aufmerksamkeit geschenkt. Kunst als ein Bestandteil von Kultur sollte stärker beachtet werden, denn aus der Verschmelzung von traditioneller Kunst und Technik entsteht etwas völlig neues – und in diesem Fall etwas Wunderschönes. Deshalb wird mioke.de dieses Jahr von uns für eine GOA-Nominierung vorgeschlagen.
mioke.de wurde vorgeschlagen von Dorothee Dickmann und Philippe Jennrich.