
Das Video- und Debattenportal der ARD-Sendung Polylux ging im September 2006 online. Der User kann durch eigene multimediale Beiträge aktiv an Debatten teilnehmen, und sich über kulturelle sowie soziale Themen informieren. Die Site ist DER interaktive Kommunikator und sollte schon allein deshalb für den GOA nominiert werden.

Polylog.tv beschäftigt sich sowohl mit gesellschaftlich relevanten Themen als auch mit Subkulturen und deren Einfluss auf die Gesellschaft. Die Pro- und Contra-Argumentationen, werden in Form von Filmbeiträgen im "Fightclub" ins Zentrum der Site gerückt. Die Beiträge werden einwandfrei und flüssig abgespielt, sodass der Anwender sich schnell über das Für und Wider einer These informieren kann. Anschließend hat der Nutzer die Möglichkeit, über ein Voting abzustimmen, welche These er unterstützt.
Die Beiträge sind nicht nur unterhaltsam, sie sind auch technisch und inhaltlich professionell umgesetzt. Das Layout ist schlicht und die Seite dadurch übersichtlich. Alle multimedialen, interaktiven Elemente sind intuitiv zu erreichen. Es gibt sieben Dossiers in der konstanten, horizontalen Navigation, in der sich auch ein ungeübter User schnell zurechtfindet. Eingebundene Tag-Clouds beinhalten hilfreiche Links und unterstützen den Anwender beim Finden von Diskussionsforen, Beiträgen oder Informationen. Besonders hervorzuheben ist die Kategorie "Wildpark": hier hat der User die Möglichkeit die eigene Meinung in Form eines selbst gedrehten Videos einzubringen und so an der Medienlandschaft aktiv zu partizipieren.
Polylog.tv beweist, dass eine Website sowohl unterhaltsam als auch informativ sein kann und dabei dem User eine einzigartige Möglichkeit der Interaktion zu bieten. Die interaktiven, kommunikativen Potentiale des Internets werden sinnvoll genutzt.
Der User hat die Möglichkeit zur Mitgestaltung durch direktes Feedback, sodass die Web-Site eine wertvolle Schnittstelle im medienübergreifenden Kontext darstellt.
www.polylog.tv wurde vorgeschlagen von Julia Alkan, Andreas Bullik, Oliver Tissen und Björn Lewe.