Das neue Web nur für den User 2.0?

User Generated Content, MashUps, In-Place-Editing – mit englischen Fachbegriffen wurde beim Vortrag „Interaktionsgestaltung im Web2.0“ nicht gegeizt. Trendbegriffe, mit denen man Lust auf mehr machen wollte und den Fragestellungen nachging, welche Webtechniken uns in Zukunft erwarten und ob die User wiederum mit dieser rasanten Entwicklung noch mithalten können.

Die Diskussionsrunde bestand unter anderem aus Vertretern von Microsoft und der Telekom, was man beim Thema Web2.0 nicht unbedingt vermuten würde. Den Anfang machte Dr. Volker Binder, Telekom-Bereichsleiter „Near Access Services“, mit der Vorstellung des Media Centers. Im Kern handelt es sich dabei um eine gebündelte Vernetzung verschiedener Dienste, seien es diverse Instant Messenger oder Websites wie FlickR. Diese Kombination wird gemeinhin als „MashUp“ bezeichnet. Erweitert wird das Media Center durch Bilder-, Audio- und Videouploadmöglichkeiten. Im Endeffekt handelt es sich dabei allerdings um die heute schon üblichen interaktiven Webapplikationen – etwas Neues, Zukunftsweisendes gab es nicht zu bestaunen, auch wenn Binder anfangs solche Hoffnungen weckte.

Ganz anders Clemens Dreesbach: Der Chefredakteur von MSN.de stellte leider nur anhand eines Youtube-Videos den Microsoft „Surface Table“ vor. Ein Touchscreen mit einer iPhone-ähnlichen Bedienung: Direktes Drag&Drop, automatische Erkennung von auf dem Screen liegenden externen Geräten wie Handys und die einfache intuitive Bedienung gehörten zu den Höhepunkten der kurzen Präsentation. Tiefere Einblicke gab es jedoch weder von Microsoft, noch von den anderen Diskussionsteilnehmern.

Viel lieber beschäftigte sich die Runde mit der Fragestellung, ob die User schon so weit wie die Technik sind. Hansjörg Zimmermann, Geschäftsführer der Agentur „Das goldene Vlies“, bemängelte, dass viele User gar nicht mit den technischen Möglichkeiten mithalten könnten und oftmals überfordert seien. Da sich die Mediennutzung drastisch verändert habe, müsste heute gewährleistet sein, dass mehrere Generationen eine Website nutzen könnten.

Dreesbach von Microsoft sieht die Zukunft vor allem darin, dass man den Benutzern Tools bereitstellen muss, damit diese sich selbst Services zusammenstellen können. Als Beispiel fügte er Yahoo! Pipes an, ein weiteres Mashup-Tool, mit dem man sich Content aus dem Internet zusammenstellen kann.

 

Ein Bericht von Dominik Weber

Impressum

Fachhochschule Köln – Institut für Informationswissenschaft
Lehrveranstaltung: "Redaktionelle Praxis", SoSe 2008
Studiengang: Online-Redakteur (Bachelor of Arts)
Redaktion:  Benjamin Sehring, Carolin Voss, Nicolai Helling, Daniel Schlicht, Jan-Philipp Kempf, Marcelo Jaramillo Cox, Inga Laas, Luis Palma-Matos, Dominik Weber, Kathrin Köchner, Prof. Dr. Konrad Scherfer
E-Mail an die Redaktion: infoSPAMSCHUTZ@online-redakteure.com