
Aus den Kriterien des GOA geht hervor, dass Internetauftritte, die der Vermittlung von allgemein relevanten Wissensinhalten dienen und einen Beitrag für gesellschaftliche Bildung, Beratung und Aufklärung leisten, nominierungswürdig sind. Demzufolge haben wir www.vulkane.net von Marc Szeglat und Daniela Szczepanski ausgewählt, weil die Website das Thema Vulkane nicht nur umfassend, sondern auch verständlich und professionell behandelt. Ein besonderes Augenmerk verdienen die speziellen Angebote für den Schulunterricht sowie die umfangreichen Multimedia-Formate. Das Thema Vulkane wird von optischen Darstellungen belebt und mit ihren Infografiken, Fotogalerien, Videostreams und 360°-Panorama-Ansichten verfügt die Website über ein reichhaltiges Repertoire.
Die Präsenz selbst ist übersichtlich aufgebaut, klar strukturiert und überzeugt gerade dadurch – ein rustikales Design, was sich nicht mit überflüssigen Animationen oder schrillen Eye-Catchern aufhält, sondern getreu dem Motto „Weniger ist mehr“ arbeitet. Das trifft auch auf die Werbeangebote zu: Die Site ist eine rein werbefreie Fläche. Auch der Inhalt kann Nominierungskriterien des GOA erfüllen: verständlich, aktuell und von erzählerischer Qualität. Der Inhalt wird in der Gestaltung durch die Einbindung von multimedialen Elementen unterstützt: Es gibt viele Fotostrecken, Videostreams, LiveCams und vieles mehr.
Die Kommunikation der User wird durch die webspezifischen Feedback-Wege möglich gemacht: Forum, Newsletter, Weblogs, und Partner-Sites sind verlinkt. Mit medienübergreifenden Angeboten kann die Site auch aufwarten, TV-produzierte Sendungen können per Stream angesehen werden.
Der Tatsache, dass die Site nur ein Spezialthema behandelt, das nicht unbedingt von allgemeiner Relevanz ist, kann Folgendes entgegengehalten werden: Regionen wie z.B. Köln-Bonn-Aachen sind ein vulkanisch und seismisch aktives Gebiet; die Maare der nahe liegenden Eifel sind vulkanischen Ursprungs, und bei kleineren Erdbeben in den vergangenen Jahren in unserer Region war das Interesse der Bevölkerung überwältigend. Darüber hinaus ist festzuhalten, dass klassische (Massen-)Medien das Thema eher stiefmütterlich behandeln; Meldungen erscheinen oft nur bei besonders spektakulären Ereignissen. Eine umfassende und aktuelle Berichterstattung für Interessierte auch bei geringeren Ereignissen halten wir daher für ein wertvoll.
Vorschlag von Jan-Philipp Kempf und Claus P.