Info-Interview zum Multimedialabor

Peter Sleegers beim Interview

Wie heißen Sie und was ist Ihre Funktion hier?

Ich heisse Peter Sleegers, seit 1998 bin ich wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Informationswissenschaft. Wissenschaftliche Mitarbeiter haben hier primär die Aufgabe Labore zu betreuen und darüber hinaus auch noch Querschnittsaufgaben. Labore sind bei uns in erster Linie Computerarbeitsräume. Meine beiden Labore sind das Labor für  externe Informationsnetze und das MultiMediaLabor. Im Labor für  externe Informationsnetze kann ich Studenten Zugang zu externen Datenbanken wie z.B. ’gbi-genios’ oder ’lexis-nexis’ ermöglichen. Die Aufgaben in diesem Labor sind überwiegend administrativ, praktischer und umfangreicher sind die Aufgaben im MultiMediaLabor.

Kann man, z.B. für eine Hausarbeitsrecherche, auch von zu Hause aus auf diese Datenbanken zugreifen?

Ja, das geht, man muß nur einige Sachen beachten, das erläutere ich dann den Studenten bei Anfragen im Einzelfall.

Was genau ist das Multimedialabor?

Das Labor ist etwas anders konzipiert als unsere anderen Labore. Dort haben wir ca. 15 Rechner pro Labor, die gleich konfiguriert sind und auch überwiegend in Lehrveranstaltungen und bei Übungen in einer großen Gruppe eingesetzt werden, im Multimedialabor ist es so, daß wir eine Hand voll Rechner haben, wobei jeder Rechner anders konfiguriert ist, d.h. dieses Labor ist gedacht für Projekte und auch kleinere Arbeiten, die nicht innerhalb einer regulären Lehrveranstaltung stattfinden.

Wo liegen die Schwerpunkte?

Schwerpunkt des Multimedialabors ist der audiovisuelle Bereich. Sprich Digitale Bilder, Videos oder Audiodateien. Wir haben ausser den festen Equipment-Geräten im Raum, auch die Möglichkeit Kleingeräte (z.B. digitale Foto- und Videokameras, Audieoaufzichnungsgeräte) an die Studenten zu verleihen - das natürlich immer in Absprache mit mir.

Sie sind also der Gatekeeper sowohl für die Datenbanken als auch für das MML, wer ist denn der Ansprechpartner während eines Projektes?

Während des Semesters gucken wir, daß wir das Labor ein paar Stunden grundsätzlich aufhaben - da sitzt hier dann eine studentische Hilfskraft, die Öffnungszeiten hängen an der Tür. Da kann jeder einfach mal reingucken, schnell ein Scan machen, eine Audiodatei kürzen usw. Für umfangreichere Geschichten ist es immer ganz gut Rücksprache mit mir zu halten, weil hier nicht alle Geräte offen rumstehen und ich dann weiß, wo der entsprechende Adapter oder so ist. Ausserdem kann für grössere Projekte dann ein passendes Zeitfenster koordiniert werden und man findet eine Regelung so dass man zum Beispiel auch mal fünf bis sechs Stunden am Stück etwas machen kann.

Wie ist die Ausstattung?

Da jetzt zum erstenmal Videoproduktion im Curriculum von OR verpflichtend ist, sind wir gerade dabei qualitativ und vor allem auch quantitativ aufzustocken. Wir haben digitale Fotokameras, wir haben eine Hand voll digitaler Videokameras und ein paar Geräte zum Audio aufzeichnen - die können dann ausgeliehen werden und man geht in die wilde weite Welt, führt zum Beispiel ein Interview, macht eine Filmaufnahme, Foto etc., kommt dann wieder hierhin zurück und kann seine Ergebnisse hier weiterbearbeiten, sprich Video- bzw. Audiobearbeitungen machen und größere Multimedia-Anwendungen für Präsentationen erstellen.

Generell ist das Labor hybrid aufgebaut, d.h. wir bieten sowohl PC als auch Mac-Lösungen. Schwerpunktmässig haben wir die große Adobe CS3-Suite, die teilweise auch auf den WebLabor-Rechnern läuft. Will man jetzt aber mal ausgefeiltere Bildbearbeitungen machen, geht man an den PowerMac mit zwei Bildschirmen und kommt dann ein Stück weiter. Das Software-Paket beinhaltet AcrobatPro, Photoshop. Dreamweaver, Flash, Illustrator und noch ein zwei andere Kleinigkeiten. Für den Videoschnitt gehen wir von den bisherigen PC-Lösungen mit Ulead und Premiere gerade zu Final Cut Express über, das kompatibel zu iMovie ist.

 

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