
Eine regelrechte Gefühlsachterbahn löst die Nachricht von einer bestehenden Schwangerschaft aus. Neben wunderbaren Glücksgefühlen gibt es auch jede Menge Zweifel: Schaffe ich das – Kind und Studium? Wie soll ich das finanzieren? Wer kümmert sich um mein Kind, wenn ich in der Vorlesung bin?
Es gibt viele Möglichkeiten und viele gute Beispiele, die zeigen, dass ein Studium auch mit Kind(ern) zu schaffen ist. Es ist natürlich eine große Herausforderung für alle Beteiligten und die Situation erfordert einiges an Organisationstalent und Durchhaltevermögen. Worauf alles zu achten ist und wo man sich Hilfe holen kann, soll hier im kurzen Überblick dargestellt werden.
Ein direkter Ansprechpartner, der auf viele der drängendsten Fragen eine Antwort weiß, ist bei der AStA der FH Köln zu finden: Sie bietet eine Beratung „Studieren mit Kind“ an. Dort bekommt man umfassenden Rat zu Themen wie Kindergeld, Urlaubssemester, Finanzierung, Kinderbetreuung und vieles mehr. Die Beratungsstelle kann auch weitere Adressen nennen, bei denen man zusätzlich Hilfe finden kann. In zusammengefasster Form bietet die AStA zum Thema auch eine Broschüre zum Download.
Finanzielle Unterstützung ist auf verschiedenen Wegen zu bekommen. Die (öffentlichen) Gelder sind in der Regel an bestimmte Bedingungen geknüpft. Es bedarf also immer einer Überprüfung, ob man die entsprechenden Vorgaben erfüllt und damit bezugsberechtigt ist.
Für jedes Kind steht den Erziehungsberechtigten aber auf jeden Fall Kindergeld zu, das bei der Familienkasse der Agentur für Arbeit beantragt werden kann.
Einen guten Überblick über die finanziellen Möglichkeiten bekommt man in der Beratung von der AStA oder auf studis-online.de.
Einmalige Zuwendungen kann man auch über die Bundesstiftung „Mutter und Kind“ bekommen. Diese müssen allerdings schon in der ersten Hälfte der Schwangerschaft beantragt werden. Dieser Zuschuss wird während eines Beratungsgesprächs bei einer Schwangerschaftsberatungsstelle beantragt. In Köln sind das die Esperanza (Caritas), Donum Vitae oder das Gesundheitsamt Köln.
Die Frage nach der richtigen Kinderbetreuung ist dringend und sollte frühzeitig geklärt werden. Gerade für die unter Dreijährigen sind Betreuungsplätze rar. Mögliche Betreuungsformen sind Tageseinrichtungen, Elterninitiativen, Krabbelgruppen oder Tagesmütter. Die Betreuungsformen unterscheiden sich vor allem in den angebotenen Betreuungszeiten, fordern unterschiedlichen Einsatz der Eltern und variieren auch bei den Beiträgen oder Tageskosten.
Sehr hilfreich ist es, wenn auch Freunde oder Familie bei der Betreuung mit eingespannt werden können und Zeiten abdecken, in denen zum Beispiel die Einrichtungen geschlossen haben. Auch die Vernetzung mit anderen Studierenden mit Kind kann hier hilfreich sein.
Eine Linksammlung zum Thema Kinderbetreuung steht in der rechten Spalte.
Unterstützung für die eigene Situation kann man auch durch die Vernetzung mit anderen Studierenden mit Kind bekommen. Die kennen die eigenen Sorgen und Nöte. Im Austausch erhält man vielleicht noch ein paar Tipps oder es lässt sich gemeinsam die Kinderbetreuung auf die Beine stellen.
Das Kölner Studentenwerk bietet auf seinen Seiten im Internet das Forum Hochschulkids an, über das Kontakte geknüpft werden können.
Die FH Köln versucht den Bedürfnissen von Studierenden mit Kind entgegen zu kommen, wenngleich vieles noch defizitär ist. In den meisten Gebäuden der FH sind jedoch Still- und Wickelräume vorhanden, die Schlüssel dafür beim Pförtner zu bekommen.
Derzeit läuft eine Bedarfsabfrage der Gleichstellungsstelle, die die Bedürfnisse von studierenden Eltern und Angestellten herausfinden will, um Lösungsstrategien auszuarbeiten.
Stand: 01.02.2008
Städtische Einrichtungen in Köln
Angebotsformen der städtischen Einrichtungen
Betreuungsangebote auf kinder-stadt e.V..
FH Zwerge
Kölner Studentenwerk: Unterstützung für Studierende mit Kind
Studie: Familiengründung im Studium
Informationen der FH Köln für studierende Eltern
Schwangerenberatung der Stadt Köln