Die Geschichte des Studiengangs Online-Redakteur

Auf dieser Seite wird ein kurzer, chronologischer Überblick zum Online-Redakteurs-Studium gegeben. Im Laufe der Jahre sind innerhalb des Studiengangs eine Reihe studentischer Web-Projekte umgesetzt worden.

Zu jedem Jahr gibt es einen kurzen Text, in dem wichtige Ereignisse rund um den OR-Studiengang nachzulesen sind.

2003: Ein neuer Studiengang
2004: Die Online-Redakteure stellen sich vor
2005: Der Studiengang wird akkreditiert
2006: Relaunch und Spitzenplatz
2007: Gesellschaft, Kritik und Kreativität
2008: Kultur, Kult und Kooperation
2009: Auf gute Nachbarschaft

2009 Auf gute Nachbarschaft!

Im Frühling 2009 rückten die Online-Redakteure enger zusammen: erstmalig und einmalig startete ausnahmsweise ein Jahrgang mit 45 statt wie gewöhnlich mit 30 Studierenden. An dem Konzept, die Lehre überwiegend praxisnah und interaktiv zu gestalten, änderte das nichts. 

Auch an einer anderen Ecke des Instituts wurde "ausgebaut": zu Beginn des Jahres wurde der Master-Studiengang "Markt- und Medienforschung" durch die Agentur AQAS akkreditiert. Das Masterstudium soll konsekutiv auf die Bachelor-Abschlüsse Online-Redakteur und Informationswirt aufbauen, aber auch Absolventen anderer Studiengänge sind eingeladen, sich zu bewerben.

Inhaltlich ging es in diesem Jahr zweimal um die lieben Nachbarn. Im vierten Semester wurde als Projektarbeit eine Website umgesetzt, die sich mit dem Verhältnis zwischen Köln und Düsseldorf beschäftigt. Traditionsgemäß sind sich die Bewohner der beiden rheinischen Metropolen spinnefeind. Aber woher kommt diese Feindschaft? Worin bestehen die Unterschiede zwischen den beiden Städten, und gibt es – Gott bewahre! – nicht doch auch einige Gemeinsamkeiten? Auf humorvolle und charmante Weise näherte sich die Website diesem spannenden Thema.

Etwa zeitgleich entstand im Sport-Ressort des sechsten Semesters das Abschlussprojekt "nachbarsport.de". Hier wurden Sportarten porträtiert, die in unseren Ohren ziemlich exotisch, um nicht zu sagen: abwegig, klingen, in unseren Nachbarländern aber eine große Fangemeinde haben. Es ging um Schwingen, Boßeln und Ölringkampf, hier wurde von Dächern gesprungen, Schlamm-Fußball gespielt und über gefrorene Seen gesegelt. 

Im vierten Semester ging es derweil "gesitteter" zu. Unter der Leitung von Prof. Dr. Konrad Scherfer entstand für die Uni Siegen ein Portal für Medienstudiengänge, das gestalterisch und konzeptionell überzeugen kann und sich somit in die Reihe der Website-Projekte einfügt, die von Online-Redakteuren erfolgreich für fremde Institutionen umgesetzt wurden.

2008 Kultur, Kult und Kooperation

Zu Beginn des Jahres widmete sich eine Projektgruppe des Jahrgangs 2006 der Kölner Kulturlandschaft, und zwar genauer dem Schriftsteller Heinrich Böll, dessen Leben und Werk maßgeblich von der Domstadt geprägt wurde. Heinrich Böll wurde in Köln geboren, verbrachte den Großteil seines Lebens hier und verarbeitete viele Eindrücke und Erlebnisse – offen oder versteckt – in seinem Werk. Seiner ambivalenten Beziehung zur Stadt, zur Lokalpolitik und zu den Veränderungen, die das "moderne Köln" mit sich brachte, verlieh das vierte Semester unter Leitung von Prof. Dr. Petra Werner, Prof. Dr. Helmut Volpers und Prof. Dr. Konrad Scherfer in einem umfangreichen Webauftritt Leben. Das Kulturressort des sechsten Semesters steuerte unter der Leitung von Prof. Dr. Ingrid Scheffler ebenfalls wichtige Inhalte bei. In Texten, Animationen, Audios, Bildergalerien und Videos begab man sich auf literarische Spurensuche.

Eine andere Gruppe aus dem Jahrgang 2006 nahm sich unterdessen einmal mehr den OR-eigenen Webauftritt vor. Unter der Leitung von David Kratz, B.A., wurde die aktuelle Version der Studiengangswebsite aus der Taufe gehoben. Sie orientiert sich an den aktuellen Anforderungen der Webnutzer. Mit interaktiven Elementen ist die neue Site dynamischer und gleichzeitig barrierearm gestaltet.

Das Kultur-Ressort des dritten Semesters stand vor einer ganz anderen Herausforderung: im Frühling dieses Jahres ging es unter der Leitung von Prof. Dr. Petra Werner zum Internationalen Frauenfilmfestival Dortmund|Köln. In einem Blog sollten News, Rezensionen und Eindrücke verarbeitet werden. Klar, dass die StudentInnen angesichts der verantwortungsvollen Aufgabe und der engen Zusammenarbeit mit der Festival-Öffentlichkeitsabteilung zunächst Respekt empfanden. Trotzdem gingen sie mit Eifer zur Sache. Studentin Sandra Weinert drückte das hinterher so aus: "Das Internationale Frauenfilmfestival war für uns ein Sprung ins kalte Wasser. Aber schwimmen gelernt haben wir dort alle."

Die Kooperation mit dem Internationalen Frauenfilmfestival setzte sich ins nächste Jahr fort. Auch während des Festivals 2009 sorgten Online-Redakteure des Kultur-Ressorts für eine ausführliche Berichterstattung in einem neuen Weblog.

2007 Gesellschaft, Kritik und Kreativität

Mitte März 2007 bekam der Auftritt des renommierten Grimme-Instituts eine Rundum-Erneuerung. Der neue Online-Auftritt wurde von dem Studienjahrgang 2005 unter Leitung von Prof. Dr. Petra Werner und Prof. Dr. Konrad Scherfer konzeptionell komplett überarbeitet, inhaltlich neu strukturiert. Eine Herausforderung war es, die über 300 Grimme-Webseiten einfach und systematisch zu unterteilen. Unter Mitarbeit von David Kratz, B.A., wissenschaftlicher Mitarbeiter im Institut für Informationswissenschaft und selbst Absolvent des Studiengangs Online-Redakteur, wurde auch der neue Grimme-Auftritt mit Hilfe des Content-Management-Systems Typo3 umgesetzt.

„Der Relaunch hat gezeigt, dass im Rahmen unserer praxisnahen Hochschulausbildung professionelle Website-Angebote entstehen können. Die Studenten haben mit bemerkenswertem Engagement ihre konzeptionellen und inhaltlichen Fähigkeiten unter Beweis gestellt“, resümiert Prof. Scherfer.

Das Jahr 2007 stand allerdings auch im Zeichen von Kreativität und Gesellschaft - zumindest inhaltlich. Die Online-Redakteure haben sich zum einen daran gemacht, mit einem Watchblog in den Weiten des Internets nach spannenden Themen zu suchen und diese – mal kritisch, mal deskriptiv – zu bearbeiten. Das Blog wurde mit dem Redaktionssystem WordPress von Studierenden des Jahrgangs 2006 im Rahmen der Lehrveranstaltung "CMS" aus der Taufe gehoben.

In einem anderen Projekt erstellten die Studierenden selber fotografische Arbeiten. Die Fotografien widmeten sich aus studentischer Sicht der Lebenswelt Computer. Beeinflusst und inspiriert durch die eigene intensive Nutzung des neuen Mediums wurden medienkritische, ironische und individuelle Zugänge in den einzelnen Arbeiten deutlich. Das fotografische Projekt "4YEO-Lebenswelt_Computer" wurde unter Leitung von Dipl.-Des. Anja Bohnhof im Sommersemester 2007 umgesetzt. Die Ergebnisse können auf der projekteigenen Website betrachtet werden.

Auch mit einer Betrachtung des neu aufkeimenden deutschen Nationalstolzes im Nachgang zur Fußball-WM stellte sich der Studiengang in den gesellschaftlichen Kontext: 2006 war das Jahr des „Party-Patriotismus“. Studierende des Kultur-Ressorts haben ein halbes Jahr nach der Fußball-WM unter Leitung von Prof. Werner das Phänomen unter die Lupe genommen und als Web-Projekt verwirklicht.

2006 Relaunch und Spitzenplatz

Anfang 2006 wurde die Website des Studiengangs neu konzipiert und einem Relaunch unterzogen. War die 2003 gelaunchte Website recht nüchtern und am CI der Fachhochschule orientiert, so gestaltete sich der Relaunch von 2006 deutlich farbenfroher.

Den Relaunch haben Studierende des damaligen vierten Semesters unter Leitung von Prof. Dr. Petra Werner und Prof. Dr. Konrad Scherfer in der Lehrveranstaltung "Contenterstellung" auf die Beine gestellt. Seit März 2006 gab es neben einer verbesserten Navigation und einem neuen Layout auch neue Inhalte. Am Studium Interessierte konnten beispielsweise einen Test machen, um heruszufinden, ob das Studium für sie in Frage kommt. Umgesetzt wurde die Website mit Hilfe des Content-Management-Systems TYPO3.

Im Frühjahr 2006 gab es für den Studiengang frohe Kunde von dem Centrum für Hoschulentwicklung (CHE): Der Studiengang belegte im größten Hochschulranking im deutschsprachigen Raum, dem CHE-Hochschulranking, mit einer Note von 1,4 den Spitzenplatz bei den Medienstudiengängen an Fachhochschulen.

"Nach der erfolgreichen Akkreditierung und einem Spitzenplatz beim Ranking für Medienstudiengänge an Fachhochschulen sind wir mit dem Studiengang auf dem richtigen Weg", kommentierte Studiengangssprecher Prof. Scherfer das Ergebnis der Umfrage und die Zukunft des Studiengangs.

2005 Der Studiengang wird akkreditiert

Im Februar 2005 wurde der Studiengang ohne Auflagen akkreditiert. Auf den Seiten des Akkreditierungs-Rats begründeten die Gutachter ihre Entscheidung wie folgt: "Das Curriculum des Bachelor-Studiengangs Online-Redakteur ist von hoher Qualität und hat ein sinnvolles Profil." Gelobt wird insbesondere "der vorbildliche Brückenschlag zwischen einer journalistischen, einer technischen und einer gestalterischen Ausbildung".

Im Rahmen seines Contentprojekts gab der Jahrgang 2003 dem Süden der Domstadt ein Gesicht. Das Portal koeln-suedstadt.de widmete sich der historischen und kulturellen Seite des belebten Stadtteils, in dem sich auch die Fachhochschule befindet. Seit dem 21. Februar 2005 ist die Seite online und Prof. Volpers erläuterte das Angebot so: "Ziel der Website ist es, die Vielfalt der Kölner Südstadt webgerecht zu erschließen. Der Schwerpunkt wurde dabei auf die inhaltliche Arbeit gelegt."

Zu diesem Zweck wurde beispielsweise auch der Kölner Kabarettist Jürgen Becker interviewt. Becker, selber Absolvent der Fachhochschule Köln, wohnte Ende der 70er und in den 80er Jahren in der Kölner Südstadt.

2004 Die Online-Redakteure stellen sich vor

Am 12. Januar 2004 startete die erste Live-Mail-Aktion für Studieninteressenten. Sinn der Aktion war der lebendige und direkte Informationsaustausch zwischen Studierenden, Dozenten und Interessierten. Der Durst nach Informationen war groß und innerhalb von zwei Stunden beantworteten 15 Studenten und Professoren live per E-Mail Fragen rund um Zulassungsvoraussetzungen und Studieninhalte. Das Mailing wird seitdem regelmäßig durchgeführt und hilft dabei, die FAQ zu ergänzen.

Bald wurde auch die Presse auf den Studiengang aufmerksam. Der Kölner Stadt-Anzeiger veröffentlichte am 30. März 2004 ein ausführliches Porträt über die Online Redakteure. In dem Artikel kommt auch Prof. Dr. Helmut Volpers zu Wort und beschreibt die Idee hinter dem jungen Studiengang folgendermaßen: „Wir bieten einen Schnittstellenstudiengang an, der Elemente der Informationswissenschaft, des Web-Designs und der Journalistik verknüpft.“

2003 Ein neuer Studiengang

Zum Sommersemester 2003 starteten die ersten Studierenden im neuen Studiengang Online-Redakteur. Die Konzeption des sechssemestrigen Studiengangs im Institut für Informationswissenschaft erfolgte vor dem Hintergrund einer Arbeitsmarktbewertung, die einen nachhaltigen Bedarf an Online-Redakteuren erwarten ließ. Seit dem Gründungsjahr 2003 lehren im Studiengang die Professoren Dr. Ingrid Scheffler, Dr. Konrad Scherfer, Dr. Helmut Volpers und Dr. Petra Werner. Rund 80 Prozent der Studentinnen und Studenten des ersten Jahrgangs haben im Jahr 2006, und somit in Regelstudienzeit, den Abschluss "Bachelor of Arts" gemacht.