
Die Suche nach dem Praktikum ähnelt oft einer journalistischen Recherche. Die berüchtigten W–Fragen müssen beantwortet und die Quellen gesucht werden. Auch auf Absagen sollte man sich gefasst machen.
Als erstes muss klar sein, was für eine Art von Praktikum gesucht wird. Ist man der schreibende Typ, der gerne recherchiert, Artikel schreibt und sich bei Pressekonferenzen wohl fühlt? Dann ist ein Medienunternehmen die richtig Wahl. Oder doch eher der Technik-Freak, der gerne mal aus Langeweile Typo3 installiert, mit Photoshop hantiert und um vier Uhr morgens eine Flash-Animation erstellt? In diesem Fall sollten die Stärken in einer Web-Agentur oder in einem Design-Büro unter Beweis gestellen werden. Ein kurzes Brainstorming zur Klärung dieser Fragen kann hilfreich sein.
Auch die Frage nach dem „Wo“ ist wichtig: Besteht die Bereitschaft vorübergehend in eine andere Stadt oder sogar in ein anderes Land zu ziehen? Ist ein Auslandspraktikum überhaupt finanzierbar?
Das Internet hat sich in den letzten Jahren als das Medium für die Suche nach einem Job oder Praktikum etabliert. Unzählige Internet-Börsen wie Praktika.de oder Karriere.de, um nur zwei zu nennen, bieten heute eine Vielzahl unterschiedlicher Stellenangebote und Tipps rund um die Bewerbung. Viele Agenturen und Unternehmen in der Medienbranche stellen mittlerweile ihre Ausschreibungen fast ausschließlich ins Internet. Trotzdem lohnt es sich, auch in der Fachpresse nach einem Praktikum oder Volontariat zu suchen. Die Suche in den regionalen oder überregionalen Tageszeitungen dagegen bietet weniger Chancen, eine passende Stelle zu finden.
Sind Wunsch-Unternehmen gefunden, ist der Griff zum Telefon meist der einfachste Weg, um grundlegende Dinge vorab zu klären: Nimmt das Unternehmen im geplanten Zeitraum überhaupt einen Praktikanten? Wann sollte man sich am besten bewerben? Soll die Bewerbung online erfolgen oder mit klassischer Bewerbungsmappe? Auf welche Fähigkeiten und Kenntnisse legt die Firma besonderen Wert? Das Telefonat sollte dementsprechend vorbereitet werden, damit die richtigen Fragen gestellt werden können und man auch bei Gegenfragen eine Antwort weiß.
Mit einem Telefonat ist man beim zuständigen Sachbearbeiter schon einmal vorgemerkt. Wichtig ist es, den Namen und die Funktion des Gesprächspartners bzw. des Sachbearbeiters zu erfragen. Bei der Bewerbung kann er im Anschreiben persönlich angesprochen und auf das Telefongespräch verwiesen werden. Mit den zusätzlichen Informationen, die man im Gespräch bekommen hat, kann das persönliches Profil im Anschreiben besser auf die Anforderungen der Firma abgestimmt werden. Spätestens zwei Tage nach dem Telefongespräch sollte die Bewerbungsmappe dem zuständigen Bearbeiter vorliegen. Sonst ist man schnell wieder in Vergessenheit geraten.
So langweilig es sich anhört, es ist ratsam, eine Art Protokoll zu führen: Wann hat man sich bei welchem Unternehmen beworben. Mit wem wurde am Telefon gesprochen. Man verliert ansonsten schnell den Überblick, gerade bei Online-Bewerbungen. Oft muss man auf eine Antwort vom Unternehmen längere Zeit warten. Dann gibt es nichts Peinlicheres, als zu fragen: „Entschuldigung, wie war noch mal der Name ihrer Firma?“ Manchmal vergehen zwischen Bewerbung und Rückmeldung nämlich Monate. Bei guter Vorbereitung muss es aber nicht so weit kommen.
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