
Bewerbungen im Massenverfahren zu verschicken, verschlechtert meist die Chancen auf einen Praktikumsplatz. Erfolg versprechender ist es, sich Zeit zu nehmen und einige Grundregeln zu beachten.
Was auf jeden Fall in die Bewerbungsmappe muss, sind das Anschreiben und der Lebenslauf mit Bewerbungsfoto. Das Anschreiben wird lose an erster Stelle in die Mappe gelegt. Danach folgt der Lebenslauf. Er wird chronologisch absteigend gegliedert, beginnend mit der aktuellen Tätigkeit. Anschließend kommen, ebenfalls absteigend nach Datum geordnet, Zeugnisse (Schulzeugnisse oder Arbeitszeugnisse), sonstige Leistungsnachweise wie Sprach- oder Computerkurse und eventuell schon einige Arbeitsproben.
Das Anschreiben zu formulieren, ist der wohl anspruchsvollste Teil, gehört aber zum Pflichtprogramm. Es bietet die Gelegenheit, dem Sachbearbeiter zu erklären, warum man für die Stelle geeignet ist. Das überzeugendste Argument sollte zuerst genannt werden.
Bei der Selbstpräsentation kann man gut auf konkrete Beispiele eingehen. Statt einfach nur dass eigene Organisationstalent anzupreisen, beschreibt man zum Beispiel wie man im Studium ein Projekt geleitet hat. Allerdings sollte die Kreativität auch nicht mit einem durchgehen. Mit der klassischen Bewerbungsmappe geht man auf Nummer sicher.
Es sollte auch peinlichst genau darauf geachtet werden, dass die Bewerbung keine Rechtschreib- und Grammatikfehler enthält. Daher ist es zum Schluss ratsam, die Unterlagen noch einem kritischen Leser in die Hand zu drücken. Sind sämtliche Rechtschreib- und Grammatikfehler, Verständnisschwierigkeiten und Designsünden ausgemerzt, kann die Post abgehen.
Immer mehr Unternehmen bevorzugen Online-Bewerbungen. Einige fühlen ihren Bewerbern sogar mit vorgefertigten Online-Formularen auf den Zahn. Doch längst nicht bei allen Firmen ist die Bewerbung per E-Mail gern gesehen. Das wird am besten vorab telefonisch geklärt.
Irgendwann folgt auf eine der Bewerbungen die Einladung zum Vorstellungsgespräch. Das Vorstellungsgespräch ist vorerst die schwierigste Stufe auf dem Weg zum gewünschten Praktikumsplatz. Es hilft dem Arbeitgeber, etwas über die Persönlichkeit und fachlichen Kompetenzen des Bewerbers zu erfahren. Der Bewerber hingegen erfährt, was im Praktikum auf ihn zukommt und ob es den eigenen Erwartungen entspricht. Bei der Terminwahl ist man am besten flexibel und richtet sich nach dem Unternehmen.
Wichtig ist es, gut informiert ins Vorstellungsgespräch zu gehen. Es schadet nicht im Vorfeld die Website des Unternehmens anzusehen und sich über aktuelle Projekte zu informieren oder zu „googeln“.
Auch wenn der Spruch abgegriffen klingt, Kleider machen nun mal Leute. Daher ist es am besten schon am Vortag zu überlegen, was man zum Vorstellungsgespräch anziehen will. Einen einheitlichen Dresscode für das Vorstellungsgespräch gibt es aber nicht. In der Regel ist es besser sich etwas konservativer als zu leger zu kleiden.
Auf dem Weg zum Bewerbungsgespräch sollten auf jeden Fall die folgenden Dinge mit im Gepäck sein: Die Bewerbungsunterlagen, die Einladung zum Bewerbungsgespräch und eventuell auch Arbeitsproben. Auch die Telefonnummer der Kontaktperson darf nicht fehlen.
Pünktliches Erscheinen ist selbstverständlich. Falls es zu einer Verspätung kommt, muss die Firma unbedingt informiert werden. Am besten ist es die genaue Wegbeschreibung rechtzeitig raussuchen und eine viertel Stunde eher da zu sein.
Psychologen haben festgestellt, dass bereits die ersten Sekunden der Begegnung entscheidend sind. Der Mensch fällt schnell einen Entschluss darüber, wer ihm sympathisch ist oder nicht. Freundlichkeit und Höflichkeit sollten deshalb selbstverständlich sein. Ein fester Händedruck und Augenkontakt während des Interviews sind ebenfalls wichtig und hinterlassen einen guten Eindruck, ebenso eine offene Sitzhaltung. Dennoch: Ein bisschen Nervosität ist normal und macht einen nicht gleich unsympathisch.
Es gibt eine Reihe von Fragen, die in den meisten Vorstellungsgesprächen gestellt werden und auf man sich vorbereiten kann: Warum will man genau diese Praktikumsstelle in diesem Unternehmen haben? Welche Motivation bringt man mit? Auch Fragen zum Lebenslauf kommen oft. Eine Frage die die Persönlichkeit testen soll, ist zum Beispiel „Was sind Ihre Stärken und Schwächen?“.
Der Bewerber sollte selbst auch Fragen stellen. Die sollten schon im Vorfeld überlegt sein: Was will man über das Unternehmen wissen? Das hilft bei der Entscheidung, ob man bei dieser Firma ein Praktikum absolvieren möchte.
karriere.de - Ausführliche Bewerbungstipps
jobfit.de – Kurz und bündig Tipps zur Gestaltung der Bewerbungsmappe von der AOK
focus.de – Focus-Online verrät, wie Online-Bewerbungen bei Personal-Chefs ankommen
spiegel.de – Spiegel-Online lehrt im Bewerber-Knigge die Regeln der Online-Bewerbung