
Nach der endgültigen Zusage für das Praktikum, sollte mit dem Unternehmen auch ein Praktikumsvertrag abgeschlossen werden. Der Vertrag wird in der Regel von der Praktikumsstelle erstellt und bildet eine schriftliche Vereinbarung der wichtigsten Punkte. Grundsätzlich handelt es sich bei einem Praktikum um einen befristeten Arbeitsvertrag, der mit Ablauf der vereinbarten Praktikumszeit endet, ohne dass es einer Kündigung bedarf.
Bei sehr kurzen Praktika sind gegebenfalls nicht alle Punkte von gleichbedeutender Relevanz.
Der Arbeitgeber ist außerdem gesetzlich dazu verpflichtet, nach dem Praktikum ein Zeugnis auszustellen.
Praktika dienen in der Regel nicht dazu reich zu werden, sondern bieten berufliche Orientierung und man kann erste Berufserfahrung sammeln. Praktikantengehälter, sofern sie gezahlt werden, rangieren ganz unten in der Gehaltsskala. Eine Studie der Unternehmensberatung Kienbaum hat ergeben, dass die übliche Vergütung eines Praktikanten bei 400 bis 600 Euro liegt. Manche Unternehmen zahlen auch mehr. Viele Praktika werden gar nicht vergütet. Die Vergütung hängt laut Kienbaum stark von der Dauer des Praktikums ab. Bei einer Praktikumsdauer von über drei Monaten zahlen die meisten Unternehmen ein kleines Gehalt.
Falls eine Firma anstatt mit Euro mit ihrem guten Namen bezahlt, muss rechtzeitig geklärt werden, wie die Zeit des Praktikums finanziell überbrückt werden kann. Bei Auslandspraktika sind Stipendien eine gute Möglichkeit die Haushaltskasse zusätzlich aufzubessern. Wenn das Praktikum zusätzliche Fahrt- oder Übernachtungskosten verursacht, kann bei einem unbezahlten Praktikum nachgefragt werden, ob der Arbeitgeber das Geld erstattet.
Ob man ein Praktikum ohne Vergütung akzeptiert, muss jeder selbst entscheiden. Die Meinungen gehen bei diesem Thema teilweise weit auseinander. Hier sind zwei Pro- und Kontra-Argumente gegenübergestellt.
Pro-Kommentar von Sarah-Simone Roth
Kontra-Kommentar von Alexander Derno