Barfuß

von Elliott Usifo

Teil 2

Eine weitere große Stärke von Barfuß ist die Zusammenführung von Komik und Tragik. Die Übergänge zwischen heiteren und nachdenklichen Elementen sind so fließend, dass der Zuschauer immer wieder zum Lachen gebracht wird, ohne den ernsten Hintergrund der Situation zu vergessen. Dies ist aber nicht nur Ergebnis starker Dialoge und perfektionistischer Regie-Arbeit, sondern wird erst durch die herausragende Leistung Johanna Wokaleks möglich. Die Herausforderung, in ihrer Rolle als Leila kindlich-naiv und dennoch glaubwürdig zu wirken, hat sie mit Bravour gemeistert. Erstaunlich ist, wie stark die Entwicklung der Beziehung zwischen Leila und Nick im Verlauf des Films den Zuschauer emotional berührt - und das ohne einen einzigen Kuss.
Die Emotionen werden durch eine stimmige Musikauswahl intensiviert. Stücke wie Leonard Cohens "Hallelujah" oder Didos "Don't leave home" schaffen den perfekten Rahmen für die tragikomische Handlung.
Den Kritikern zum Trotz ist Barfuß dann doch ein Lieblingsstück der Zuschauer geworden und landete auf Platz Eins der Kino-Charts.

  <<<   >>>